Aktuelles: Therapeutische Früchte

 

 30 Jahre in der „BOX“ – Therapeutische Früchte

 Wichtige Hilfen bei der Therapie von Kindern und Jugendlichen:

I) Entlastung des Kindes/ des Jugendlichen von Beziehungs-/ Gesundheits-/ Finanzproblemen der erwachsenen Bezugspersonen!

Eine Psychotherapie mit Kindern oder Jugendlichen erfordert die Entlastung des Kindes/ des Jugendlichen von den Beziehungs-/ Gesundheits-/ Finanz-Problemen ihrer erwachsenen Bezugspersonen! Erwachsenen Bezugspersonen sollten sich bei eigenen Problemen ausschließlich an professionelle Helfer (Psychotherapeuten, Ärzte, Pfarrer etc.) bzw.  an „gleichaltrige“ befreundete/ kompetente Ansprechpartner wenden.

Die Problem-Kommunikation „von oben nach unten“ verbietet sich!  Die „von unten nach oben“ sollte dagegen immer möglich sein! Ansonsten legen die Erwachsenen ihre Sorgen und Probleme auf die schmalen Schultern ihrer Kinder – das kann niemand wollen, und es ist im übrigen auch ein „Emotionaler Missbrauch“ der Kinderseele!!!

 II) Vermeidung indirekter Kommunikation = Nicht über Personen reden, die nicht anwesend sind

Mit Kindern/ Jugendlichen sollte nicht über Dritte, beim Gespräch nicht anwesende Personen gesprochen werden. Damit wird Raum gegeben für Themen, die beide Gesprächspartner interessieren und betreffen. Zugleich verhindert diese sog. „direkte Kommunikation“ das Entstehen von Missverständnissen (mit all ihren negativen emotionalen Belastungen).

Bei der Kommunikation ist es wie beim Billard – die direkt gespielte Kugel (die direkte Kommunikation) ist die zielsicherste, wenn sie dagegen „über die Bande“ gespielt wird, erreicht sie ihr Ziel oft nicht oder nur ungenau (verzerrt).

III) Psychische Erkrankungen werden bezüglich ihrer energiezehrenden körperlichen Auswirkungen unterschätzt!

Die seelischen Störungen bzw. Erkrankungen binden ebenso viele körperliche Kräfte wie die „organische Krankheiten“. Daher erfordert die ambulante Behandlung psychischer Erkrankung ebenso einen „Schutz- und Schonraum“ (auch ausserhalb der Praxis!), sowie ein „emotionales Heilklima“, in dem sich entspannende Ruhe sowie positive Emotionen heikend auswirlken können (Wie in einem „Kokon“).

Emotionales Heilklima:

Quellen negativer Emotionen nach Möglichkeit meiden! Quellen positiver Emotionen aufsuchen oder diese selbst herstellen (Musik, Filme, Bücher, gute Gespräche, Handwerken, Malen, Handarbeiten, Basteln, Sauna, Wandern, Sport treiben – nicht exzessiv, sondern im Genussbereich, etc.)

Setzen Sie sich möglichst keinen Themen aus, die ihnen negative Gefühle bereiten (weder im Gespräch mit anderen Personen („Krankheitsbeobachter“, „Zuhörer“, „Hobby-Heiler“), noch medial via Fernsehen (z.B. Nachrichten, Talkshows), Internet-Müll). Vermeiden Sie Themen, die sie wütend machen, die bei Ihnen Ängste, Hilflosigkeitsgefühle, Schuldgefühle oder Traurigkeit auslösen. Setzen Sie sich keinen Themen aus, die ihnen unangenehm sind – Suchen Sie bewusst Quellen auf, die Freude, innere Ruhe, Trost, positive Ablenkung, freudiges Interesse  produzieren; diese „externen“ positiven Gefühle sind für die Heilung psychischer Erkrankungen von enormer Bedeutung.

Lassen Sie sich von anderen Menschen keine Themen aufzwingen, über die Sie nicht reden möchten. Und lassen sie sich von anderen Menschen (besonders auch von Angehörigen) nicht permanent in die Rolle des „beobachteten, explorierten Kranken“ bringen („Wie geht es Dir jetzt?, Was hast Du gegessen?, Was hast Du gemacht?“). Beantworten Sie „Befindlichkeitsfragen“ („Wie geht es Dir/ Ihnen?“)  am besten mit der Floskel „Es geht! – Und Dir?“ Oder mit der Frage: Was möchtest Du/ möchten Sie für mich tun?“ (Reaktion?)

Auf Befindlichkeitsfragen sollten Sie nur demjenigen konkret antworten, der ihnen auch konkrete „gute“ Hilfe bringt.

Sprechen Sie über ihre psychischen Probleme nach Möglichkeit ausschliesslich mit ihrem behandelnden Psychotherapeuten und ihrem Arzt. Es gibt hunderte andere „positive“, interessante Themen, worüber Sie sich austauschen können.

 

IV) Hören Sie sich bitte keine Probleme anderer Menschen an, und beschäftigen Sie sich nicht mit diesen! Dies gilt ganz besonders im Falle einer psychischen Erkrankung: die Gefahr ist gross, dass Sie sich beim „Aufnehmen“ der Fremdprobleme zum „Affektcontainer“ machen. Dann nehmen Sie nicht nur den „Inhalt“, sondern auch die belastenden („toxischen“) Aspekte der Fremdprobleme („Sondermüll“) in sich auf…und tragen diese mit sich herum. (Ein Grippekranker kann sich auch nicht um die Krankheits-, Beziehungs- oder Geldprobleme anderer Menschen kümmern…).

Der psychisch Erkrankte muss sich vor den problembelasteten Themen anderer Menschen offensiv und bewusst abgrenzen und schützen! („Bitte lass uns das Thema wechseln oder etwas Schönes unternehmen, dieses Thema belastet mich zu sehr, tut mir weh, bereitet mir Kopfschmerzen“)